Die Bewegungen des Orientalischen Tanzes
INHALT
Im Unterricht legt Şehrazat großen Wert darauf, dass die Bewegungen in der Theorie schnell verstanden werden. Dazu hat sie die gängigen Erklärungen vereinfacht, leichter verständlich gemacht und bedient sich im Unterricht verschiedener Hilfsmittel, mit denen jeder zuhause üben kann. Die Erläuterungen lehnen sich an Erklärungen der allgemeinen Tanzmedizin und Anatomie an. Eine weitere sehr gut ausgearbeitete Erläuterung findet ihr in der OT Nomenklatur.
Wichtig
Isolation: Bewegung werden in einem Teil des Körpers isoliert. Das bedeutet, der restliche Körper bleibt unbewegt. Die Isolation ist die die dem orientalischen Tanz zu Grunde gelegte Technik.
Zentriertheit: Der orientalische Tanz führt Bewegungen in oder um ein Zentrm herum aus. Der Körper bildet mehrere Zentren (Polyzentrik), bspw. im Kopf, im Brustkorb ode rin der Hüfte.
Dies sind die beiden Grundprinzipien des orientalischen Tanzes.
Richtungen
Bewegung können auf und um Achsen oder auf Ebenen in folgende
Richtungen verlaufen:
rechts und links
vor und rück
auf und ab
| Achsen |
|
Rot
= stehende, vertikale Achse, Längsachse Blau
= liegende, horizontale Achse Querachse
Gelb
= liegende, horizontale Achse |
| Grundhaltung |
- Füße stehen hüftbreit auseinander
- Stand im Knie/pliée, dies gibt den nötigen Bewegungsspielraum für verschiedene Hüftbewegungen
- Becken ist gekippt, das Steißbein zeigt Richtung Boden. Die Anspannung der unteren Bauchmuskulatur hat oft den selben Effekt.
- Der Rücken ist gerade, so dass die Wirbelsäule gestreckt wird.
- Schultern hinten ablegen, dies öffnet den Brustkorb, man hat eine geöffnete Haltung. Um diese Haltung zu erreichen einfach einmal mit den Schultern nach hinten kreisen und die Arme hinten liegen lassen. Die Schultern dürfen nicht nach oben gezogen werden.
| Grundstellung |
- In der Grundhaltung stehen.
- Der linke Fuß (Standbein) zeigt leicht in die Diagonale (wir drehen ihn auf halb11). Den anderen Fuß stellen wir etwas versetzt nach vorne auf den Ballen oder sogar auf die Zehenspitze. Der aufgestellte Fuß zeigt nach vorne. Die Haltung der Füße ist richtig, wenn man von vorne gesehen die Ferse des Standbeines verdeckt. Dies verhindert, dass der Fuß nach außen ausgestellt wird.
- Knie kann leicht zur Innenseite gedreht werden, so dass der Blick in den Schritt nicht möglich ist.
- Rechte Hüfte zeigt leicht in die Diagonale. Das Gewicht lagert auf dem Standbein (hinteres Bein).
- Für Grundstellung auf links, einfach den gleichen Ablauf mit der anderen Seite.
| DIE BASISBEWEGUNGEN DER HÜFTE |
- Beckenkippe: Kippen vor rück (horizontal)
- Hüftwippe: Kippen seitlich und in die Diagonale (vertikal
- Becken-/Hüftschieben vor rück (horizontal)
- Becken-/Hüftschieben seitlich (vertikal )
- Pendel/Twist vor rück (horizontal)
Alle anderen Bewegungen setzen sich aus diesen zusammen. Das beherrschen isolierter Basisbewegungen ist daher elementar wichtig für alle weiteren Bewegungsabläufe und Kombinationen mit Armen und Schritten.
| DIE kombinierten BASISBEWEGUNGEN DER HÜFTE |
- Gekippter Beckenkreis, Afrokreis
- Hüftkreis
- Hüftacht vor oder rück
- Schleife, Maya
- Kamel, Bodywave
- Hüftwippe nach oben und unten
Weitere Bewegungen ergeben sich aus Variieren
der Schritte, Positions-/ Stellungswechsel.
- Höhe
- Tempi, Wiederholungen
- Überlagerung, z.B. Hüftshimmy mit Hüftkreis
- Abfolgen mehrer Bewegungen hintereinander
- Arme
- Positions-/ Stellungswechsel
Beispiel
Ein Hüftdrop ergibt sich aus Kombination der
Hüftwippe mit der Grundstellung, ebenso wie
der Hip/Hüftschwung, Hüftkick! Ein Kamelgang
ergibt sich aus der Kombination von Kamel und
Schritten, ebenso wie viele andere Schritte!
Mehrere Bewegungen werden verbunden. Es entsteht eine Bewegungs- oder Schrittfolge, eine Figur oder eine Posé. Dabei werden verschiedene oder gleiche Bewegungszentren einbezogen.
Kombinieren kann man
- zeitlich hintereinander. Beispiel: erst Bewegung A, dann Bewegung B
- leichzeitig durch Überlagern, jedoch bleibt jede Bewegung in sich erkennbar (= Layering oder Schichtung). Beispiel: Hüft-Acht mit Shimmy
- gleichzeitig durch Überlagern, es entsteht eine neue Bewegung. Beispiel: Die Kombinationen aus den Basisbewegungen
- mehrere Körperteile, z.B. Hüftkreis und Schlangenarme
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Einzelne Bewegungen können durch
Variieren der Ebene, Geschwindigkeit, Intensität
und Richtung einfach verändert werden.
Arme haben bei einzelnen Bewegungen verschiedene
Aufgaben. Sie stabilisieren z.B. bei Drehungen
und helfen das Gleichgewicht zu halten, betonen
die Hüfte, wenn sie diese umrahmen oder unterstützen
durch bestimmte Haltungen die Wirkung und Ausdruckskraft
verschiedener Bewegungen.



